Blauer Himmel Weiße Wolken


Synopsis

Etwas tüdelig ist Oma geworden. Und seit dem Tod ihres Mannes, tun sich immer größere Gedächtnislücken auf, nimmt die Orientierungslosigkeit zu. Regisseurin Astrid Menzel fasst einen Entschluss: Gemeinsam mit ihrem Bruder und der 86-Jährigen soll es auf eine zehntägige Kanufahrt über norddeutsche Gewässer gehen. Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang, dem sich die drei Reisenden von Etappe zu Etappe neu stellen müssen.

FBW-Pressetext

Die Filmemacherin Astrid Menzel unternimmt in ihrem Dokumentarfilm mit ihrer demenzkranken Großmutter eine Reise. Ein berührender, geradlinig erzählter und warmherziger Film über den Abschied von einem geliebten Menschen auf Raten und den Umgang damit.

Astrid hat ihrem Opa das Versprechen gegeben, sich nach seinem Tod um die Oma zu kümmern. Nun ist der Opa gestorben und Astrid, die ihn in seinen letzten Lebensjahren auch als Filmemacherin begleitet hat, will ihr Versprechen einlösen. Doch das ist nicht so einfach. Denn die Oma leidet an Demenz. Zunächst sind es nur kleine gedankliche Aussetzer. Aber immer mehr entgleitet das Leben ihrem Geist – und auch sie entgleitet denen, die sie so lieben.

Nach ihrem preisgekrönten Kurzspielfilm NICHT IM TRAUM setzt sich die Filmemacherin Astrid Menzel erneut mit dem Thema der Endlichkeit des Lebens und des Erfahrens im eigenen Familienkreis auseinander. In ihrem Langfilmdebüt BLAUER HIMMEL WEISSE WOLKEN gelingt es der Regisseurin nun, die Geschichte auf zwei Ebenen zu erleben und zu vermitteln: Als Enkeln und Filmemacherin. Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich der Film bewegt, doch man spürt in jeder Minute, mit wieviel Fingerspitzengefühl sich Menzel auf diese filmische Reise einlässt. Dass der Film berührend, aber nie rührselig wird, liegt an der entwaffnenden Ehrlichkeit, mit der Menzel sich auch den unangenehmen Episoden stellt, die sie mit ihrer Oma erlebt. Denn die gemeinsame, nostalgisch angehauchte Reise, zusammen mit Astrid Menzels Bruder und einem Kanu, wird nicht etwa zu einer ungetrübt heiteren Fahrt in die Vergangenheit. Oftmals ist die Stimmung angespannt, wenn die Demenz den Geist der Oma blockiert und sie wütend und latent aggressiv werden lässt. Auch wenn der Film hier nicht wegschaut, findet Menzel in ihrer Inszenierung doch geschickt Wege, die Würde der Großmutter nicht zu verletzen oder sie bloßzustellen. Menzel kommentiert aus dem Off ihre eigene Hilflosigkeit und lässt so eine größtmögliche Nähe auch zu den Zuschauenden zu, die sich in dieser ungeschönten Situation wiederfinden. Doch neben aller realistischer Härte wirkt BLAUER HIMMEL WEISSE WOLKEN nie bedrückend schwer, sondern erlaubt auch durch den unzerstörbaren trockenen Humor aller Protagonist:innen immer wieder heiter-besinnliche Momente, die zeigen, dass sich die Konfrontation mit der schwierigen Situation lohnt. Und dass das Ende des Lebens, das so verschieden und divers sein kann wie das Leben selbst, etwas ganz Natürliches ist.

 

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Genre: Dokumentarfilm
Jahr: 2022
Regie: Astrid Menzel
Mit: Astrid Menzel

“Ein Film der uns mitnimmt auf eine ganz besondere Reise. Mit großer Empathie und filmischer Souveränität erzählt die Regiseurin von ihrer Suche nach einem würdigen Umgang mit einer geliebten Person, die an Demenz leidet. Eine Reise im Kanu auf kleinen norddeutschen Flüssen wird zu einem existenziellen Abenteuer, das allen Protagonisten viel abverlangt und gleichzeitig von großer Zuneigung und Liebe erzählt. Aus einer immensen Materialfülle wird hier mit dramaturgischer Präzision ein Film erschaffen, der visuell und erzählerisch überzeugt. In BLAUER HIMMEL WEISSE WOLKEN von Astrid Menzel erleben wir einen berührenden und inspirierenden Umgang mit Demenz, wie wir ihn noch nie gesehen haben.” (Jurybegründung von Martin Rehbock, Stefanie Reis, Hans-Peter Schweger zur “Lobenden Erwähnung” des Gesa-Rautenberg-Preis auf dem Filmfest Schleswig Holstein)

 

 

#146 | Dokumentarfilmdebüt: Von der ersten Aufnahme bis zum Vertrieb

 

Radiobeitrag von mdr | “Blauer Himmel weiße Wolken” erzählt vom Abschied der demenzkranken Großmutter

 

 

„Die entscheidende Qualität von Menzels Debüt liegt in seiner schnörkellosen Offenheit: Es konfrontiert das Publikum mit einer Realität, die man allzu gern verdrängt und die doch sehr viele Familien betrifft.” – Kino-Zeit

 

„Schnörkellos, bildgewaltig, authentisch” – Weserkurier

 
 

„Astrid Menzel hat auch filmästhetisch viele richtige Entscheidungen getroffen.” – taz.de

 
 

„Ein rührendes Werk über Familie, Solidarität und die Liebe zur Großmutter.” – Rotenburger Kreiszeitung

 

„Sehr persönliche Dokumentation.” – Film-rezensionen.de

 

„Ein einfühlsames, nahbares und ehrliches Werk.” – Film-rezensionen.de

 

„Berührender Dokumentarfilm” – Culpromotion.de

 

„Rührendes Werk über Familie, Solidarität und vor allem über die Liebe einer Enkelin zu ihrer Großmutter.” – Filmdienst.de

 

„Trotz dieser schweren Themen und dass man auch einige Tränchen verdrückt, ist der Film nie schwer zugänglich oder anstrengend, denn das Verhältnis zwischen der Oma und ihrer Enkelin Astrid ist gespickt von Humor und viel Herzlichkeit, so dass sich die Geschichte auch leichtfüßig in die Herzen der Zuschauer:innen spielt.” – Testkammer

 

„So bedrückend wie humorvoll” choices.de

 

„Darin steckt die Stärke des Dokumentarfilms: Er traut sich, den widersprüchlichen Gefühlen Raum zu geben und zeigt, wie schwer es für Angehörige ist, mit der Demenz umzugehen.” – buttenunbinnen

 

„Ein Dokumentarfilm fürs Herz” – PRINZ

 

„Es ist ein besonderer Film, der so persönlich ist, dass man sich beim Zuschauen manchmal fühlt, als würde man ungefragt fremde Fotoalben durchblättern.” – Der Spiegel

 

„Dass Nichts beschönigt wird, dass wirklich jede Minute ungefiltert wirkt, und trotz oder gerade deswegen die Würde im Mittelpunkt steht, hebt diesen kleinen aber feinen Streifen wohltuend aus der Masse an Dokus im Langfilmformat heraus.” – Kultur Küche

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